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Periradikuläre Therapie (PRT)

Was ist Periradikuläre Therapie (PRT)?

PRT ist eine CT-gesteuerte Schmerztherapie. Sie kann grundsätzlich an allen Abschnitten der Wirbelsäule durchgeführt werden. Dabei werden mit feinen Injektionsnadeln Wirbelgelenke, Iliosakralgelenke (Beckenfugen), Nervenwurzeln und Bandscheiben unter computerthomographischer Kontrolle mit entzündungshemmenden Medikamenten behandelt, welche z.B. darauf abzielen Schmerzleitung zu unterbrechen.

Die Kortisongaben haben an der Bandscheibe einen entwässernden und abschwellenden Effekt, der zur Linderung der Nervenwurzelreizung bei Vorfällen oder Protrusionen führt.

Wie läuft eine PRT-Behandlung ab?

Die Behandlung wird wie folgt durchgeführt: Die Patienten liegen auf dem Bauch, die Assistentin befestigt einen Markierungsdraht auf dem Rücken. Nach Festlegen der Höhe wird ein Querschnitt durch den entsprechenden Wirbelsäulenabschnitt erstellt und die Punktionstiefe ausgemessen. Dann wird eine dünne Nadel bis an die Nervenwurzel vorgeschoben und anschließend nach Kontrolle der Nadellage das Medikament eingespritzt.

Somit erreicht man direkt die schmerzenden Nervenwurzeln. Die CT-Gesteuerte Behandlung bietet ein hohes Maß an Sicherheit und Präzision, da man Nerven, Blutgefäße und andere Körpergewebe genau erkennen und unterscheiden kann. Auch die Nadel ist später im Bild genau zu sehen. So kann das Medikament direkt an den Entzündungsherd 
eingespritzt werden.

Aufgrund der geringen Komplikationen kann eine PRT ambulant durchgeführt werden. In der Regel wird die Behandlung im Abstand von 4-5 Wochen wiederholt, da es meist nach 2-4 Behandlungen zu einer Linderung der Schmerzen kommt.

Welches sind die Risiken und Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen sind auf Grund des niedrig dosierten Kortisonpräparates selten. In den seltensten Fällen kann es zu Muskelkrämpfen oder einer leichten Gewichtszunahme durch das Kortison kommen. An der Einstichstelle kann es eventuell zu blauen Flecken kommen.

Kommt eine PRT für mich in Frage?

Dies sollte vorab vom Patienten mit seinem Arzt besprochen werden. Nach Klärung und Überweisung kann dann ein Termin vereinbart werden. Aus organisatorischen Gründen und wegen der ausführlichen Patientenaufklärung ist eine Voranmeldung unbedingt notwendig.